Durststrecke
>>> die Tour als PDF-Datei
(Idee, Text, Bilder: A. Dürnay)
Jedem Mountainbiker, der die Alb erkundet, fallen sie auf, die auf der Alb zerstreuten, zum Teil plötzlich auftauchenden Lokale, wo man seinen Hunger und Durst zu preisgünstigen Bedingungen stillen kann.
Die Naturfreundebewegung hat uns dieses weit verbreitete Netz an zum Teil idyllischen, naturnah gelegenen Naturfreundehäuser, wo man auch übernachten kann, ermöglicht
Da Radfahren eine ziemlich durstige und kräftezehrende Sportart ist, entstand die Idee, die Lage der Häuser mit den Bedürfnissen der Mountainbiker zu einer neuen Mottotour zu verknüpfen. Unsere Strecke verbindet 5 Naturfreundehäuser, bzw. Wanderheime zu einer abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tour.
Strecke:
Maisental Bad Urach – Naturfreundehaus „Dettinger Waldheim“ - Erdschlipf – Calverbühl – Glemser Loch – Gutenberg – Hännersteigle – Oberer Stausee – Eninger Wanderheim – Eninger Weide – Geisbergsteigle – Naturfreundehaus „Am Lindenplatz“ Eningen – Oberer Lindenhof - Gestütshof – Hohe Warte – Fohlenhof – Naturfreundehaus „Rohrauer Hütte“ - Rutschenfelsen – Eppenzillfels –Ziegelsteige – Seltbachtal – Naturfreundehaus „Seltbachhaus“ - Maisental
Länge: 45 km
Höhenmeter: 1228 m
Max. Höhe: 820 m (Höhenprofil hier)
Max. Steigung 28%
Fahrzeit: ca. 4 h
Bildimpressionen entlang der Tour rechts
(zum Vergrößern auf das entsprechende Bild klicken!)
Tourencharakter
Kondition: ****
Fahrtechnik: ****
Landschaft: *****
Die 45 km lange Tour bietet alles, was das Mountainbike-Herz begehrt. Technisch anspruchsvolle Trails, hoch wie runter mit vielen Spitzkehren, steile Rampen, wurzeldurchsetzte Traufwege mit imposanten Aussichten und dazwischen als Erholung Forstwege durch alte Buchenwälder und schmale Asphaltwege durch idyllische Obststreuwiesen. Das Reizvolle an dieser Strecke ist, dass man immer wieder, wenn einen Durst und Hunger plagen, die Möglichkeit zum Einkehren hat. Sie spiegelt ein weiteres Mal die Schönheit und Vielfalt der Schwäbischen Alb wieder.
Da die Naturfreundehäuser nur an den Wochenenden, bzw. Feiertagen geöffnet haben, empfiehlt es sich bei viel „Durst“, die Tour am Wochenende durchzuführen, oder ansonsten auf Alternativen wie Gestütsgasthof, Maisentalstüble oder Friedrichsau, die auch alle entlang der Strecke liegen, auszuweichen.
Unsere Tour startet im Maisental und führt uns auf Waldwegen oberhalb des Ermstals Richtung Dettingen. Am Dettinger Naturfreundehaus „Waldheim“ (5,1 km) vorbei, über den Erdschlipf erreichen wir den Calverbühl, das Wahrzeichen Dettingens, ein Vulkanzwerg, von wo wir einen schönen Ausblick auf das Ermstal haben. Über schmale Asphaltwege kommen wir im weiteren Verlauf über Streuobstwiesen, die sich mit Waldetappen abwechseln, zum Einstieg auf den Gutenberg. Mit Genuss erklimmen wir in moderater Steigung über anspruchsvolle Spitzkehren den Aussichtspunkt Gutenberg (703m) Es erwartet uns ein wunderschöner Blick auf Reutlingen mit seinem Hausberg, der Achalm und dem Albtrauf. Der Weg läuft am Albtrauf entlang weiter und trifft auf das Hännersteigle, das uns am Ende der Steige einiges an Kondition abverlangt. Respekt für diejenigen, die das ohne Schieben schaffen. Oben angekommen führt uns der Weg entlang des oberen Stausees zum "Eninger Wanderheim" (18,3 km, 751 m). Über das Erholungsgebiet „ Eninger Weide“ und durch ein Wildschweingehege kommen wir durch eine ans Allgäu erinnernde Landschaft zum Einstieg auf ein weiteres Highlight unsere Tour, dem Geisbergsteigle. Ein abwechslungsreicher Waldtrail bringt uns ins Tal hinunter. Oberhalb Eningens erreichen wir das Naturfreundehaus "Am Lindenplatz" (23,9 km) Die Hälfte der Strecke ist geschafft. Durch einen alten Buchenwald erklimmen wir entlang schöner Felsformationen (allerdings nur im Winter gut sichtbar) ein weiteres Mal die Alb. Auf der Albhochfläche angelangt, durchqueren wir den „Oberen Lindenhof“, ein Versuchsgut der Uni Hohenheim und kommen über kleine Teer- und Waldwege zum höchsten Punkt unsere Tour, die „Hohe Warte“. Ein Besuch lohnt sich, es erwartet uns ein herrlicher Ausblick über die Alb, bei guter Fernsicht kann man sogar die Alpen sehen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zum nächsten Naturfreundehaus, der "Rohrauer Hütte" (36,1 km), eines der am landschaftlich schönsten gelegenen und bei Radfahrern sehr beliebten Häuser. Frisch gestärkt kommen wir zu einem weiteren Erlebnis dieser Tour, der Fahrt am Albtrauf entlang, am Rutschenfelsen vorbei mit gigantischen Ausblicken auf das Maisental. Der wurzel- und felsdurchsetzte Weg fordert unsere ganze Konzentration. Wir fahren den Trail bis zum Eppenzielfelsen, wo wir eine schöne Aussicht auf den Uracher Wasserfall genießen können. Über die Ziegelsteige rollen wir ins Seltbachtal hinunter, zum letzten Naturfreundehaus, dem "Seltbachhaus" (43 km). Nur eine kurze Strecke trennt uns noch vom Maisental, wo wir unsere Tour beenden.
>>> die Tour als PDF-Datei
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